Thüringen ehrt DGG-Präsident und früheren ZVG-Präsident für sein umfassendes Engagement im Freistaat
In den neuen Bundesländern fühlt er sich fast genauso zuhause wie in seiner Heimat Hessen.
Vieles hat Karl Zwermann im Sinne der Gärtner, Gartenbauer, Züchter und Erzeuger in seinen 15 Jahren als Präsident des Zentralverbandes Gartenbau (ZVG) bis 2006 und in der Folge ab 2008 auch noch als Präsident der Deutschen Gartenbau-Gesellschaft 1822 e.V. (DGG) angeschoben und mit Enthusiasmus und liebenswürdiger Hartnäckigkeit zum Erfolg verholfen. Der Landesverband Gartenbau Thüringen, der erste gesamtdeutsche Gartenbautag und das Deutsche Gartenbaumuseum fußen auf der Initiative und Einflussnahme von Karl Zwermann. Dafür verlieh ihm jetzt das Land Thüringen den Verdienstorden des Freistaates. Überbringerin war keine Geringere als Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht.
„Etwas Guts’ zu machen und zu tun, muss man erst an die Guten glauben“ - mit diesem Zitat von Johann Wolfgang von Goethe, einem „hessischen Landsmann“, eröffnete die Landeschefin ihre Laudatio auf den Hessen Karl Zwermann in der Staatskanzlei in Erfurt. Es kam nicht von Ungefähr, dass sich der passionierte Gärtnermeister schon frühzeitig nach der Wiedervereinigung insbesondere in Thüringen engagierte. Lieberknecht: „Thüringen war - im Hinblick auf Gartenbau - nicht irgendein Land. Es galt und gilt als eine der Wiegen der europäischen Gartenkunst, der traditionellen Blumen- und Samenzucht. Hier wurden Gartenbauunternehmen von Weltrang gegründet, von denen einige noch heute erfolgreich sind.“ Als Präsident des Landesverbandes Gartenbau Hessen sei die Ambition von Karl Zwermann, sich nach der Wende für das Gartenbauland Thüringen stark zu machen, nicht von kommerziellen Interessen geleitet gewesen. Lieberknecht: „Es war der tiefe und selbstlose Wunsch, etwas Gutes zu tun, zu helfen“. Eine der ersten „guten“ Amtshandlungen sei die Gründung des Landesverbandes Gartenbau Thüringen mit seinem ersten Präsidenten Michael Staerke gewesen. Die Ministerpräsidentin: „Dieser hat schon vieles bewirkt, sich um die Betriebe gekümmert, die Interessen des Berufsverbandes vertreten und auch die Berufsausbildung junger Gärtner nach hessischem Vorbild aufgebaut.“
Ein Verdienst Karl Zwermanns sei es auch, dass sich die Agrarberufe in Ost und West heute einheitlich darstellten, dass die Belange der verschiedenen Berufsbereiche und -sparten untereinander abgestimmt seien, dass es gemeinsame Bildungsziele und auch Projekte gab und gebe. Ebenso sei er einer der Initiatoren gewesen des ersten gesamtdeutschen Gartenbautags 1992 in Erfurt, und er „drehte“, so Lieberknecht, „an entscheidenden Schrauben“ bei der Einrichtung des Deutschen Gartenbaumuseums in der Zitadelle Cyriaksburg als gesamtdeutsches Museum. Die Ministerpräsidentin voller Lob an die Adresse von Karl Zwermann: „Dass wir den Zuschlag erhielten, ist im Wesentlichen Ihrem Votum für unser Land zu verdanken. Gemeinsam mit Landwirtschaftsminister Dr. Volker Sklenar haben Sie geholfen, eine neue Konzeption zu entwickeln.“ Aber auch die finanzielle Basis habe Karl Zwermann gesichert: „Ohne die Sponsoren hätten wir heute kein Deutsches Gartenbaumuseum. Und ohne Karl Zwermann hätten wir keine Sponsoren.“
Letztlich habe sich Karl Zwermann auch für eine „ostdeutsche Errungenschaft“ eingesetzt und setzt sich immer noch dafür ein: für den Schulgartenunterricht. Lieberknecht: „In deutschen Schulen. Nach Thüringischem Vorbild. Und ich muss zugeben: Das erfüllt mich mit Freude und Stolz… Der Schulgartenunterricht ist etwas Gutes. Er gehört zu Thüringen, zu unserem Profil. Ihn zu streichen - das wäre gewesen, als ob wir einen Teil unserer Identität aufgeben sollten.“
Für sein vielfältiges Engagement in Thüringen erhielt Karl Zwermann bereits diverse „Dankeschön“. So wurde 2007 auf der BUGA in Gera und Ronneburg eigens eine Neuzüchtung nach ihm benannt: die „Zwermann-Fuchsie“. Für die Ministerpräsidentin war es deshalb nun eine „innere Verpflichtung und Herzenssache zugleich“, Karl Zwermann die höchste Auszeichnung des Freistaats Thüringen zu verleihen: „Wir verorten Sie ganz selbstbewusst als Thüringer. Als einen von uns. Einer, der heute - zwanzig Jahre später - immer noch mindestens einmal im Jahr hier in Erfurt ist. So wie heute.“ Dazu herzlicher Applaus der Gäste – unter ihnen Oberbürgermeister Andreas Bausewein, Landtagspräsidentin a.D. Prof. Dagmar Schipanski, Minister a.D. Dr. Volker Sklenar, Präsident Ulrich Haage (Landesverband Gartenbau Thüringen e.V.) und Generalsekretär Dr. Siegfried Scholz (Zentralverband Gartenbau e.V.).
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„EINER VON UNS“ – ein größeres Lob könnte es kaum geben von der Ministerpräsidentin des Freistaates Thüringen, Christine Lieberknecht: Sie verlieh DGG-Präsident Karl Zwermann des Verdienstorden des Landes.
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