Tagung in Neustadt a. d. Weinstraße zeigt die Bedeutung des Schulgartens auf
Es sind die längsten Tage des Jahres, in den Gärten wächst es üppig und die Natur steht in voller Blütenpracht. Man kann sich kaum einen besseren Termin für eine Fachtagung vorstellen, die den Schulgarten in den Mittelpunkt stellt.
Jetzt kann man es sich nicht nur vorstellen, sondern hautnah erfahren, welches Potenzial der Garten als Ort des Lernens, aber auch des gemeinsamen Erlebens und der Begegnung birgt. So stand denn auch das Motto „Mit Schulgärten das Zusammenleben gestalten“ über der Fachtagung, die am 19. Juni 2012 am Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) Rheinpfalz in Neustadt a. d. Weinstraße stattfand. Inhaltlicher Schwerpunkt der Tagung, die u. a. von der DGG (Deutsche Gartenbaugesellschaft 1822 e. V.) veranstaltet wurde, waren die Themen „Kooperation“, d. h. die Frage, wie Schulgartenarbeit durch die Mithilfe Dritter gestärkt werden kann, und „Ernährung“, das Jahresthema der UN-Weltdekade „Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“.
Am Vormittag wurden neben zwei Grundsatzvorträgen auch drei „Best-Practice-Beispiele“ präsentiert, in denen vorgestellt wurde, wie der Lernort Schulgarten durch Kooperation mit außerschulischen Partnern organisatorisch gestärkt, aber auch pädagogisch – hier schwerpunktmäßig bzgl. der Ernährungserziehung – aufgewertet werden kann. Auf dem „Marktplatz“ im Foyer des DLR boten sich dann ganz konkret verschiedene Organisationen als Partner an: Kleingarten-Verbände, Landfrauen, die Landeszentrale für Umweltaufklärung, Slow Food, aber auch kommerzielle Partner aus dem Garten-Bereich und verwandten Branchen. Hier wurden viele neue Kontakte geknüpft, Informationen und Erfahrungen ausgetauscht.
Am Nachmittag fanden verschiedene Workshops statt, die den rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus ganz Deutschland praxisorientiert aufzeigten, welche Fülle an Möglichkeiten der Schulgarten für einen ganzheitlichen Unterricht in allen Fächern, für alle Schulformen und Altersstufen bietet. Themen waren z. B. „Mit Kooperationen Schulgärten dauerhaft stark machen“, „Natur sucht Garten – Der Tatengarten für Groß und Klein, Mensch und Natur“, „SinnVoll: Geschmacks- und Sinnesschulungen für Kinder und Jugendliche im Rahmen von Schulgartenprojekten“, „Kulinarische Gartenschätze – Gemüsesorten-Vielfalt für den Schulgarten“ oder „Brennnessel-Chips & Co. – Gesunde Leckereien mit Wildkräutern aus dem Schulgarten“.
Damit Schulgärten dauerhaft funktionieren können, brauchen sie starke Partner: Einzelpersonen, Vereine, Umwelt- und Agendagruppen, aber z. B. auch die Gartenakademien der Länder als Zentren für Beratung, Fortbildung und Netzwerke. „Denn zurzeit werden Schulgärten vom Bildungssystem selbst nur sehr unzureichend als Lernorte berücksichtigt“, resümiert Prof. Dr. Steffen Wittkowske, Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft Schulgarten, die Diskussionen der Tagung. „Wir fordern daher von den Bildungsministerien der Länder, Schulgartenarbeit in den Curricula verbindlich zu verankern; von den Schulträgern, Schulgärten und –küchen ebenso selbstverständlich in den Schulbau einzuplanen wie Turnhallen und Computerräume; von den Universitäten, in der Lehrerausbildung Lehrstühle für Schulgarten einzurichten sowie sich der Forschung und der Entwicklung einer modernen Schulgarten-Didaktik zu widmen.“
Die Zeichen für die Umsetzung solcher Forderungen stehen günstig. Denn durch die moderne „Garten-Bewegung“ mit „Community Gardening“, Generationen-Gärten, Interkulturellen Gärten, Garten-Therapie etc. gewinnt auch der Schulgarten wieder an Bedeutung. Jetzt besteht die Chance, den Schulgarten nicht nur als Lernort für den Sachkunde- oder Biologie-Unterricht zu entdecken, sondern auch als Begegnungsort zwischen Jung und Alt, Schule und Stadtteil, Behindert und Nicht-Behindert, zwischen verschiedenen Kulturen und nicht zuletzt zwischen Natur und Mensch.
Und so war nach der Tagung in Neustadt bei allen Beteiligten geradezu eine „Aufbruchstimmung“ für die Stärkung des Schulgartens zu spüren – weit über Rheinland-Pfalz hinaus.
Jetzt kann man es sich nicht nur vorstellen, sondern hautnah erfahren, welches Potenzial der Garten als Ort des Lernens, aber auch des gemeinsamen Erlebens und der Begegnung birgt. So stand denn auch das Motto „Mit Schulgärten das Zusammenleben gestalten“ über der Fachtagung, die am 19. Juni 2012 am Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) Rheinpfalz in Neustadt a. d. Weinstraße stattfand. Inhaltlicher Schwerpunkt der Tagung, die u. a. von der DGG (Deutsche Gartenbaugesellschaft 1822 e. V.) veranstaltet wurde, waren die Themen „Kooperation“, d. h. die Frage, wie Schulgartenarbeit durch die Mithilfe Dritter gestärkt werden kann, und „Ernährung“, das Jahresthema der UN-Weltdekade „Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“.
Am Vormittag wurden neben zwei Grundsatzvorträgen auch drei „Best-Practice-Beispiele“ präsentiert, in denen vorgestellt wurde, wie der Lernort Schulgarten durch Kooperation mit außerschulischen Partnern organisatorisch gestärkt, aber auch pädagogisch – hier schwerpunktmäßig bzgl. der Ernährungserziehung – aufgewertet werden kann. Auf dem „Marktplatz“ im Foyer des DLR boten sich dann ganz konkret verschiedene Organisationen als Partner an: Kleingarten-Verbände, Landfrauen, die Landeszentrale für Umweltaufklärung, Slow Food, aber auch kommerzielle Partner aus dem Garten-Bereich und verwandten Branchen. Hier wurden viele neue Kontakte geknüpft, Informationen und Erfahrungen ausgetauscht.
Am Nachmittag fanden verschiedene Workshops statt, die den rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus ganz Deutschland praxisorientiert aufzeigten, welche Fülle an Möglichkeiten der Schulgarten für einen ganzheitlichen Unterricht in allen Fächern, für alle Schulformen und Altersstufen bietet. Themen waren z. B. „Mit Kooperationen Schulgärten dauerhaft stark machen“, „Natur sucht Garten – Der Tatengarten für Groß und Klein, Mensch und Natur“, „SinnVoll: Geschmacks- und Sinnesschulungen für Kinder und Jugendliche im Rahmen von Schulgartenprojekten“, „Kulinarische Gartenschätze – Gemüsesorten-Vielfalt für den Schulgarten“ oder „Brennnessel-Chips & Co. – Gesunde Leckereien mit Wildkräutern aus dem Schulgarten“.
Damit Schulgärten dauerhaft funktionieren können, brauchen sie starke Partner: Einzelpersonen, Vereine, Umwelt- und Agendagruppen, aber z. B. auch die Gartenakademien der Länder als Zentren für Beratung, Fortbildung und Netzwerke. „Denn zurzeit werden Schulgärten vom Bildungssystem selbst nur sehr unzureichend als Lernorte berücksichtigt“, resümiert Prof. Dr. Steffen Wittkowske, Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft Schulgarten, die Diskussionen der Tagung. „Wir fordern daher von den Bildungsministerien der Länder, Schulgartenarbeit in den Curricula verbindlich zu verankern; von den Schulträgern, Schulgärten und –küchen ebenso selbstverständlich in den Schulbau einzuplanen wie Turnhallen und Computerräume; von den Universitäten, in der Lehrerausbildung Lehrstühle für Schulgarten einzurichten sowie sich der Forschung und der Entwicklung einer modernen Schulgarten-Didaktik zu widmen.“
Die Zeichen für die Umsetzung solcher Forderungen stehen günstig. Denn durch die moderne „Garten-Bewegung“ mit „Community Gardening“, Generationen-Gärten, Interkulturellen Gärten, Garten-Therapie etc. gewinnt auch der Schulgarten wieder an Bedeutung. Jetzt besteht die Chance, den Schulgarten nicht nur als Lernort für den Sachkunde- oder Biologie-Unterricht zu entdecken, sondern auch als Begegnungsort zwischen Jung und Alt, Schule und Stadtteil, Behindert und Nicht-Behindert, zwischen verschiedenen Kulturen und nicht zuletzt zwischen Natur und Mensch.
Und so war nach der Tagung in Neustadt bei allen Beteiligten geradezu eine „Aufbruchstimmung“ für die Stärkung des Schulgartens zu spüren – weit über Rheinland-Pfalz hinaus.
Hintergrund-Informationen
Veranstalter, Förderer, Unterstützer, Sponsoren, Schirmherrschaft, Auszeichnung
Die Fachtagung „Mit Schulgärten das Zusammenleben gestalten – im UN-Jahr der Ernährung“ am 19. und 20. Juni 2012 in Neustadt/Weinstraße wurde veranstaltet von der Deutschen Gartenbaugesellschaft (DGG 1822 e. V.), die für die Tagung Fördermittel des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) eingeworben hat.
Die Tagung war für …
* die Bundesarbeitsgemeinschaft Schulgarten (BAGS) ihre Jahrestagung 2012. Die BAGS veranstaltet traditionell einmal jährlich eine Klausurtagung, und am Tag danach eine öffentliche Tagung, die meist als Fortbildungsveranstaltung für Lehrkräfte konzipiert ist;
* das Pädagogische Landesinstitut Rheinland-Pfalz (PL) die diesjährige Hauptveranstaltung zum Jahresthema „Ernährung“ im Rahmen der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“;
* den BUND, Landesverband Rheinland-Pfalz, die Hauptveranstaltung im Rahmen seines Projektes „GenerationenSchulGärten“ (gefördert durch die DBU und das Umweltministerium Rheinland-Pfalz).
Weiterhin unterstützt haben die Tagung die „Landeszentrale für Umweltaufklärung“ (LZU) des Landes Rheinland-Pfalz und die „Gesellschaft für Didaktik des Sachunterrichts e. V.“ Sponsoren waren die Firmen Fielmann, Netafim und juwi.
Durchgeführt wurde die Tagung am DLR (Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum) Rheinpfalz, zu der auch die Gartenakademie Rheinland-Pfalz gehört, die die Tagung gemeinsam mit dem Projekt „GenerationenSchulGärten“ aus Koblenz federführend organisiert hat.
Als Schirmherr für die Tagung wurde Johann Lafer, als Schirmfrau Freifrau Viktoria von dem Bussche gewonnen.
Die Tagung wurde von der UNESCO-Kommission als „Beitrag zur Weltdekade Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet.
Impressionen
(Fotos: Sandra von Rekowski, DGG 1822 e. V.)
Alle packen mit an beim Bau eines „Starter-Kits“ für ein Insekten-Hotel (im dunkelroten Hemd: Werner Ollig, Leiter der Gartenakademie Rheinland-Pfalz) beim Workshop „Natur sucht Garten“ mit Heike Boomgaarden (Gartenplanerin, TV-Gartenjournalistin und Autorin)
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